Linie 1

Musikalische Revue
Text von Volker Ludwig
Musik von Birger Heymann

Premiere am 19. Oktober 2001 im Großen Haus

„ Es ist das einzige deutsche Musical von Belang geblieben und ein Dauererfolg sonders gleichen...“ so schrieb die Frankfurter Rundschau am 07. Mai 96 anlässlich des 10jährigen Jubiläums der „Linie 1“ im Berliner „Grips-Theater“.

Über Jahre war „Linie 1“ das meist inszenierte, meist aufgeführte und meist besuchte Theaterstück im deutschsprachigen Theaterraum und machte Volker Ludwig zum meist gespielten Autor nach Shakespeare, Brecht und Moliere.

„Linie 1“ steht nun zum zweiten Mal auf dem Spielplan des Mitteldeutschen Landestheater. Bereits 1990 zog das Erfolgsmusical auch das Wittenberger Publikum in seinen Bann und löste große Begeisterung aus.

Erzählt wird die Geschichte eines jungen Mädchens aus der Provinz, das auf dem Bahnhof-Zoo ankommt. Auf der Suche nach ihrem „Märchenprinzen“, einem Berliner Rockmusiker, bleibt sie auf der U-Bahn Linie 1 hängen, dem „Orientexpress“ nach Kreuzberg. Dort begegnen ihr ein Haufen großstädtischer Typen und Schicksale. Mit ihrer Naivität provoziert das Mädchen Kontakte, Reaktionen und Handlungen, die ohne sie nie geschehen würden.

Eine Show, ein Drama, ein Musical über Leben und Überleben in der Großstadt, über Hoffnung und Anpassung, Mut und Selbstbetrug, zum Lachen und Weinen, zum Träumen und zum Nachdenken über sich selbst.

1987 bekam Volker Ludwig für „Linie 1“ den Mühlheimer Dramatikerpreis für das beste deutschsprachige Theaterstück. Aber nicht nur in Deutschland sorgte „Linie 1“ für Furore. Bis heute wurde die musikalische Revue an 109 deutschsprachigen Theatern nachgespielt, außerdem in Dänemark, Schweden, Finnland, Italien, Litauen, Griechenland und Kanada.

Am 07. April 2001 ging die 1000. Vorstellung über die Bühne. Dies zeugt nach wie vor vom großen Erfolg der „Linie 1“ in Deutschland. Heut ist kaum noch vorstellbar, dass es anfänglich große Skepsis seitens der Schauspieler gab.


Inszenierung - Thomas Hechelmann a.G.
Musikalische Leitung - Andreas Simon
Choreografie - Sven Seeger a.G.
Bühnenbild und Kostüme - Julia Burde

Personen

Bambi, Schwuler, Sänger, Angestellter - Mario Welker

Ulli, rauchender Ausländer, Kontrolleur, Er, Johnnie - Jakob Köhn

Gastarbeiter, Kleister, Kind Stefan, Schwuler, Witwe - Lutz Fliegner

Mücke, erster Mann, Kontrolleur, Hermann, betrunkener Arbeiter, Mann - Wolfgang Macke

Krischi, nervöser Typ, Skinhead, Referent Zielinski, BVBler, Witwe, Junge mit Walkman - Rolf-Udo Kober

Erich, Kind Andreas, 2. Mann, BVGler, Witwe - Hans-Jürgen Becke

Lady, erste Frau, Sängerin, Chantel, Sozialdemokratin - Carola Bläss/Beate Ramerth a.G.

Das Mädchen - Jutta Kögler a.G.

Lola, türkische Ehefrau, Rita, zweite Frau, Bouletten-Trude, Frau mit Paket - Karin Freydank

Risi, Maria, Fremdenführerin - Juliane Lauckner

Schlucki, türkischer Ehemann, Dieter, Kontrolleur, Verwirrter, Witwe - Matthias St. Hildebrandt

Lumpi, Bisi, Angestellte, Sie - Gerlinde Rosenberg

Junge im Mantel - Eugen Duvnjak