Simplicius Simplicissimus
Oper von KARL AMADEUS HARTMANN
Drei Szenen aus seiner Jugend nach Grimmelshausen
Von Hermann Scherchen und Wolfgang Petzet
Premiere am 05. Mai 2001
Musikalische Leitung - Jörg Iwer
Inszenierung - Markus Schuliers
Bühnenbild - Günter Kupfer
Kostüme - Günter Kupfer
Simplicius Simplicissimus - Andrea Dohnicht/Silke Dubilier
Einsiedel - Johann Winzer
Gourverneur - Dietrich Seydlitz
Landsknecht - Hans-Jürgen Zander
Hauptmann - Gamaliel von Tavel
Bauer - Lars Unruh
Dame - Silvie Torpinkova
Sprecher - Jürgen Krumrey
Die letzte Operninszenierung dieser Spielzeit hat am 5. Mai 2001 im Mitteldeutschen Landestheater Wittenberg Premiere. Das Opernpublikum darf sich freuen auf Karl Amadeus Hartmanns bedeutendstes Werk „Simplicius Simplicissimus“. Die Vorstellung am Premierenabend beginnt um 19.30 Uhr im Großen Haus.
Hartmann, der 1905 geboren wurde, komponierte seinen „Simplicius“ im Jahre 1935. Zu dieser Zeit durften die musikalischen Werke des Müncheners in Deutschland nicht mehr gespielt werden. Deshalb dauerte es noch bis 1949, bis die Oper in Köln uraufgeführt wurde. 1957 schuf Hartmann eine Neufassung des Werkes, die nun bei der Wittenberger Inszenierung ein weiteres Mal an einem Theater umgesetzt wird.
Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Buch von Hans Jakob Christoph Grimmelshausen aus dem Jahre 1667, das als der erste deutsche, weltweit beachtete Prosaroman gilt. Das Libretto für die Oper schrieben viele Jahrhunderte später Hermann Scherchen, Wolfgang Petzet und Karl Amadeus Hartmann.
Der Simplicius Simplicissimus ist die Geschichte des gleichnamigen Bauernjungen. Sie spielt im Dreißigjährigen Krieg in Mitteldeutschland. Simplicius schläft unter einem Baum und träumt, wie der Baum unter der Last der auf den Ästen sitzenden Menschen leidet. Der Krieg verwüstet das Gebiet, in dem der Junge wohnt und tötet auch seine Eltern.
Simplicius findet eine Zeit lang Gesellschaft bei einem Einsiedler, der in Freude und Einklang mit der Natur lebt. Als der Alte stirbt, ist Simplicius wieder allein. Er gelangt in den Gouverneurspalast. Dort erinnert er sich an seinen Traum, in dem der Baum unter der Last der auf den Ästen sitzenden Menschen leidet. Hier, bei den Schönen und Reichen kann Simplicius nun seinen Traum deuten.
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