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Im weißen Rössl
Singspiel von Ralph Benatzky und Robert Gilbert
Premiere am 22. Juni 2001
auf dem Schlosshof Wittenberg
Musikalische Leitung - Hsiao-Lin Liao
Inszenierung - Frank Bernd Gottschalk a.G.
Bühnenbild - Günter Kupfer
Kostüme - Günter Kupfer
Josepha Vogelhuber, Wirtin - Silke Dubilier
Leopold Brandmeyer - Andreas Jören/ Mario Welker
Wilhelm Giesecke - Wolfgang Macke
Ottilie - Virginia Weidlich
Dr. Otto Siedler - Johann Winzer
Sigismund Sülzheimer - Rolf-Udo Kober/ Dietrich Seydlitz
Prof. Dr. Hinzelmann - Matthias St. Hildebrandt
Klärchen - Gerlinde Rosenberg
Ein Hochzeitspaar - Simone Ditt, Mike Beulich
Der Kaiser (Franz Josef II.) - Dieter Freydank
sein Kammerleibdiener Ketterl - Hans Nikstat
Kathi - Johanna Beimler
Der Oberförster - Hans-Jürgen Becke
Der Piccolo - Friedrich Berger/ Martin Schröter
Kellner Franz - Lutz Fliegner
Der Reiseführer - Hans-Jürgen Becke
Martin und Johann, Hausdiener im "Rößl" - Dirk Lüdicke, Johannes Fey
(Doppelbesetzungen in alphabet.Reihenfolge)
Ensemble und Extrachor
Die Wittenberger Altstadt ist in diesem Sommer erneut Schauplatz einer Theaterinszenierung des Mitteldeutschen Landestheaters. Am 22. Juni 2001 hat auf dem Schlosshof „Im Weißen Rößl“ Premiere. An den darauf folgenden Wochenenden finden weitere Vorstellungen des Singspiels statt.
Das Gasthaus „Im weißen Rößl“ steht in St. Wolfgang am Wolfgangsee. Die Handlung spielt zur Zeit des Kaisers Franz Josef II. In der sommerlichen Alpenidylle treffen sich Urlauber aus dem österreichischen In- und dem deutschen Ausland. Zwischen diesen kommt es zu allerlei Liebesverwirrungen.
Der Zahlmeister Leopold Brandmeyer ist in die Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber verliebt. Die hat generell für Zahlmeister nichts übrig, liebt statt dessen den Fabrikanten und Stammgast im „Rößl“ Doktor Siedler. Der wiederrum verliebt sich unerwartet in Ottilie, die Tochter seines Konkurrenten Giesecke aus Berlin. Die Ottilie soll eigentlich den Sigismund heiraten, doch der hält es vorerst mit der Professorentochter Klärchen. Erst, als Kaiser Franz Joseph in St. Wolfgang eintrifft und vermittelnd eingreift, finden alle glücklich zueinander.
Wer nur hat sich diese Geschichte ausgedacht, die wie kaum ein anderes musikalisches Werk das Bild der Republik Österreich so geprägt hat? Franz von Suppé, Johann Strauß oder Karl Millöcker? Keineswegs! „Im Weißen Rößl“ ist keine Wiener Operette, sondern ein Produkt der Berliner Unterhaltungsbranche und des dort übermächtigen Produzenten Erik Charell. Auch das Vorbild, ein Theaterstück gleichen Namens, war von zwei bekannten Berliner Komödienautoren verfasst worden.
Uraufgeführt wurde das Stück 1930 im Berliner Schauspielhaus als große Ausstattungsrevue. Die Komposition stammt von Ralph Benatzky, jedoch fügte der Produzent weitere Nummern von Robert Stolz und Bruno Graenichstaedten ein. Robert Gilbert, der als Textdichter der "Gesänge" ausgewiesen wird, steuerte eine weitere Einlage bei. Die Aufführungsgeschichte des "Rößl" wird daher von ununterbrochenen Streitigkeiten und unterschiedlichen Darstellungen der diversen "Väter" des Werkes darüber begleitet, was nun von wem verfasst wurde. Der eigentliche Vater, Erik Charell, hat das Werk bis zu seinem Tode 1973 immer wieder in höchst unterschiedlichen Fassungen dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst.
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