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Liebe Jelena Sergejewna
Schauspiel von Ljudmila Rasumowskaja
Premiere am 02. Februar 2001
Vier Schulabsolventen, drei Jungen und ein Mädchen, Ljalja, besuchen nach einer Abschlußprüfung die Mathematiklehrerin Jelena Sergejewna, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Ihr eigentliches Ziel ist aber, den Schlüssel zum Tresor zu ergattern, in welchem ihre mißlungenen Prüfungsarbeiten bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden; sie wollen statt dessen korrigierte Arbeiten im Tresor deponieren — in der Hoffnung, bessere Noten und dadurch größere Chancen bei der Aufnahme in eine Universität zu bekommen, sprich ein leichteres Leben zu erreichen.
Zuerst versuchen sie bei der naiven und fest an die idealistischen Werte der sowjetischen Gesellschaft glaubenden Lehrerin Mitleid zu erwecken, dann gehen sie zu Bestechung, Erpressung und Betrug über. Doch die Lehrerin, obgleich tief erschüttert über den Zynismus ihrer Schüler, gibt den Schlüssel nicht heraus und widersteht allen Drohungen, einer Leibesvisitation und einer Wohnungsdurchsuchung.
Der Psychoterror dauert die ganze Nacht hindurch. Im Morgengrauen kommt Volodja, der Anführer, der eigentlich nur aus Spaß das Wort führt, auf die Idee, eine Vergewaltigung von Ljalja als letztes Erpressungsmittel für Jelena Sergejewna vorzutäuschen. Er überredet dazu Ljaljas Freund Pasa, einen „Intellektuellen“ und Philosophen, und Vitja, Alkoholiker und ein „Opfer der Gesellschaft“.
Die von Volodja vorgespielte Gewaltausübung an der nichtsahnenden Mitschülerin verfehlt ihre Wirkung auf die Lehrerin nicht: Sie wirft Volodja den begehrten Schlüssel zu und verschwindet in ihrem Badezimmer. Die unter Schockwirkung stehenden Freunde zerstreiten sich und verlassen alle separat die Wohnung, außer Ljalja, die die Lehrerin im Badezimmer höchstwahrscheinlich tot auffindet.
Inszenierung - Clara Widmer
Bühnenbild und Kostüme - Sergej Werbuk
Personen
Jelena Sergejewna - Barbara Schüler
Ljalia - Sabine Weitzel
Pascha - Jakob Köhn
Vitja - Andreas Edelblut
Volodja - Dimo Wendt
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