Das kalte Herz

Ein Märchen für Kinder nach Wilhelm Hauff

Die Geschichte um den armen Köhler Peter Munk gilt als eines der schönsten Märchen Hauffs. Der Erzähler wurde 1802 in Stuttgart geboren und erzielte seinen größten literarischen Erfolg mit dem Buch Lichtenstein (1826), mit dem er den historischen Roman in Deutschland begründete. Wirklich bekannt aber wurde er durch seine Märchen und Lieder, die sich zu Volksliedern entwickelten. Der Dichter starb – erst 24jährig – 1827 in seiner Heimatstadt.

Der arme Kohlenbrenner Peter Munk sehnt sich nach Reichtum und Ansehen. Das „Glasmännlein", genannt Schatzhauser, gewährt dem Sonntagskind drei Wünsche. Statt Verstand und Klugheit wünscht sich der törichte Peter, ein flotter Tänzer zu sein, stets genausoviel Geld zu besitzen wie der „dicke Ezechiel" den der mächtige Waldgeist „Holländer-Michel" reich gemacht hat, und der Eigentümer der ertragreichsten Glashütte im ganzen Schwarzwald zu sein. Weil er jedoch Stammgast im Wirtshaus wird, geht es mit der Glashütte rasch bergab, und als der dicke Ezechiel sein ganzes Geld verspielt, ist Peter bettelarm.

In seiner Verzweiflung fleht er den Holländer-Michel um Hilfe an. Dieser verspricht ihm Reichtum unter der Bedingung, dass er sein Herz hergibt und sich dafür ein steinernes einsetzen lässt. Mit dem Herz aus Stein ist Peter unempfindlich für menschliche Regungen geworden, führt ein Leben in Saus und Braus, verstößt seine alte Mutter und tötet seine junge Frau im Zorn, weil sie einen armen, altem Mann mit Essen versorgte. Dieser, niemand anders als das Glasmännlein, zeigt ihm, wie er den Holländer-Michel überlisten und sein lebendiges Herz wiedererlangen kann.

Inszenierung - Clara Widmer
Bühnenbild - Udo Klenner
Kostüme - Udo Klenner
Inspizient/Soufleur - Dieter Beck
Regieassistenz - Dirk Lüdicke

Personen
Der Erzähler / der dicke Ezechiel- Jürgen Krumrey
Peter Munk - Dimo Wendt
Mutter - Elke Schubrk
Glasmännlein - Andreas Edelbluth
Holländer Michel - Jakob Köhn
Ochsenwirtin / Bettlerin - Barbara Schüler
Lisbeth, ihre Nichte - Sabine Weitzel


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